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See rechts, Schlösser links – der 1. 6-Stundenlauf für „Jede Oma zählt“ am 20. August 2016

doc(1)-page-001Schon vor einigen Monaten hatte mich HaWe Rehers über Facebook zu der von ihm mitorganisierten Veranstaltung am Rubbenbruchsee in Osnabrück eingeladen. Mit dem gerade absolvierten und für gut befundenen 6-Stundenlauf bei Christian Pflügler in Münster, dessen Ergebnis mit unglücklichen 49,85 Kilometern (eine Salzbrezel weniger und es hätte die „5“ gestanden, ich Nimmersatt) im Rücken, war der Klick bei „Ja“ wieder einmal einfach und die Bürden des Trainings und der Vorbereitung weit entfernt.

Als die Sonne im Juni etwas höher stand (sinnbildlich gemeint, denn es schien ja fast nie die Sonne), wurden die Trainingseinheiten tatsächlich häufiger und die Läufe länger. Es baute sich, sieh an, eine Regelmäßigkeit auf, die man durchaus als Training bezeichnen durfte.

Im Juli war ein Vorbereitungspeak erreicht und es fielen auch einige Pfunde. Ich war selbst erstaunt, wozu ich, nachdem Trainingsfleiß in den vergangenen Jahren nicht gerade zu meinen Tugenden zählte, in der Lage war. Es war sogar eine Grundkondition zu beobachten. Oh Schreck, sollte da ein System zu erkennen sein?

Den August konnte ich ebenfalls noch für einige Einheiten nutzen, alles in allem war die Vorbereitung mit bis zu fünf Läufen in der Woche und drei langen Einheiten, aufgepeppt durch einige Stabilitätsübungen, intensiv. Da zog ich vor mit selbst den Hut.

Am 20. August fuhr ich mit Lauffreund Andreas, der mich soweit unterstützen wollte, wie es seine Kondition zuließ, nach Osnabrück.

Der von der gemeinnützigen Organisation HelpAge für das Projekt „Jede Oma zählt“ veranstaltete Lauf  hatte seinen Start-/Zielbereich am Ausflugslokal „Restaurant am Rubbenbruchsee“. Von dort nahmen die TeilnehmerInnen die 3,1 km lange Strecke unter die Laufsohlen. Dort war auch die Verpflegungsstation untergebracht, die mit einem solch üppigen Angebot aufwartete, dass man aufpassen musste, nicht mehr Kalorien zu sich zu nehmen als man durch das Laufen verbrannte.

Nach einigen Grußworten fiel pünktlich um 10.00 Uhr der Startschuss. Der Boden der Wanderwege war sehr gut zu laufen, genauso, dass am Ende die Füße nicht qualmten. Da der See stets auf der rechten Seite lag, gab es auch kaum eine Möglichkeit, sich zu verlaufen. Es sind zumindestens keine solchen Fälle bekannt geworden.

Wie die Teenager zu quasseln war die beste Methode, die Zeit wie im Flug vergehen zu lassen. So ließen Andreas und ich kein Thema aus, und flugs waren 31 Kilometer absolviert. Die Verpflegungs- und Auflockerungspausen wurden zwar länger, aber alles lag im grünen Bereich. Bei Kilometermarke 34 wurde mir dann allerdings klar, dass mit einer Restzeit von 1:54 Stunden das insgeheime Ziel von 50 Kilometern nur schwer zu erreichen war. Da hatten die beiden Schnasseltassen also ein bisschen rumgetrödelt. Andreas wollte zwecks Erholung zwischendurch eine Runde gehen und ich rechnete mir aus, dass ein 6er-Schnitt ab diesem Zeitpunkt vonnöten war, um die gewünschte Distanz noch zu erreichen. Ob die Körner noch reichen würden, keine Ahnung. Aber nochmal so ein knappes Ergebnis wie in Münster? Dann lieber mit Pauken und Trompeten untergehen.

18 Minuten pro Runde war ab diesem Zeitpunkt das gesteckte Limit und daher erhöhte ich das Tempo. Erstaunlich, dass das überhaupt ging.

Den Marathon, in diesem Fall eher 43,4 Kilometer, erreichte ich nach 5:08 Stunden. Die nächste Runde brauchte ich komplett um zu errechnen, dass (glücklicherweise) noch alles drin war. Das Tempo konnte ich komischerweise weiter ganz gut halten, mit 16:42 Minuten ging ich in die letzte Runde, die eigentlich nicht mehr komplett zu schaffen war. Das bewährte Münsteraner Modell, die Restdistanz mittels eines gefüllten Säckchens zu vermessen, das zu Ablauf der 6 Stunden am aktuellen Aufenthaltsort zu deponieren war, hatte der Zeitverantwortliche Christian Pflügler nach Osnabrück mitgebracht. Ich nahm den umfunktionierten Luftballon mit und – konnte ihn noch ein weiteres Mal ins Ziel tragen. Genau in diesem Moment waren die 6 Stunden vorüber.

Zack – das müssten dann eigentlich 52,5 Kilometer gewesen sein. Im Ziel traf ich Andreas, der vom Unterstützer zum Ultra-Finisher geworden war. Herzlichen Glückwunsch und Hut ab!

Tolle Ergebnisse, Super Organisation, Verpflegung top, viele Freunde getroffen, ein gelungener Lauftag. Selbst zum Auto konnten wir noch locker auf unseren eigenen Beinen gehen!

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