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Der etwas andere Rennbericht

Wir.leben.die.deutsche.Arschlochkultur. Wir sind leider so armselig. Lass dich nicht unterkriegen und gib vor allem nicht auf. Aufstehen, Krone richten, weitermachen, Prinzessin!

Die Rennschnecke

Unbenannt

Liebe ignorante Vollhonks,

das hier ist für Euch!

Als ich mich vergangenen Sonntag auf den Weg nach Karlsdorf-Neuthard machte, um dort beim Summertime Triathlon auf der Sprintdistanz zu starten, war ich gut drauf. Ich freute mich, war gespannt, aufgeregt. Das Foto zeigt mich vor dem Rennen, kurz vorm Einrichten der Wechselzone 2. Da war die Welt noch in Ordnung und ich freute mich einfach nur auf meinen dritten Triathlon.

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Ein Gedanke zu „Der etwas andere Rennbericht“

  1. Hallo Rennschnecke,

    Mach bitte weiter – für Dich, für Dich und natürlich nicht zu vergessen: FÜR DICH!!! Es tut Dir gut, also machst Du selbstverständlich weiter. Vielleicht findest Du eine Laufgruppe, die Dir über die Motivationstäler hinweghilft.

    Ich hatte mal folgendes Erlebnis: Ich hatte mich für den Hamburg Marathon angemeldet, ich hatte über ein Jahr für meine Verhältnisse intensiv trainiert, knapp 1000 km abgespult, bis zu 160 km im Monat. Ich wiege 110 kg bei 1,86 m – will sagen ich sehe nicht aus wie Dieter Baumann ;-).
    Drei Wochen vor dem Marathon habe ich mich an der Wade verletzt, bin keinen Meter mehr gelaufen und der Start stand auf der Kippe. Aber ich hatte zuviel trainiert, um nicht zu laufen – also lief ich. Es ging 10 km gut, dann kam das ziehen in der Wade zurück, ich konnte nicht mehr abrollen, nur noch auf der Verse laufen. Aber ich lief weiter – ich hatte zuviel trainiert um jetzt aufzuhören. Nach 20 km tat mir dann auch das linke Bein weh, weil man natürlich völlig schief läuft – aber ich lief (naja eierte ;-)) weiter. Ab 30 km tat zusätzlich mein Rücken weh – die verschiedenen Schonhaltungen forderten ihren Tribut – aber ich lief weiter. Aufgeben war keine Option – jetzt sowieso nicht mehr.
    Bei km 40,5 ungefähr rief mir dann jemand zu: „Na hast Du eine Wette verloren?“ Ich war viel zu kaputt um irgendwas zu entgegnen, geschweige denn zu erklären oder ihm einfach die Fresse zu polieren (nein – sowas macht man nicht. Und er wollte wohl tatsächlich nur witzig sein). Er konnte natürlich nicht wissen, dass ich seit 30 km auf den Versen lief und überall Schmerzen ohne Ende hatte.
    Ich habe erst später in der U-Bahn so richtig gemerkt, was dieser Spruch mit mir gemacht hat. Wut, Ohnmacht, Ärger, Enttäuschung etc. etc.
    Ich hatte den Marathon in 5:48 Std. beendet – Ziel war unter 4 Std. – knapp daneben. Aber ich habe weiter gemacht. Natürlich habe ich ein paar Wochen Pause gemacht, aber ich lief weiter.

    Das solltest Du auch tun. Mach weiter. Für Dich. Es gibt zu viele Idioten auf dieser Welt und man darf sie nicht gewinnen lassen. JETZT ERST RECHT!!

    Alles Gute
    Alex

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